Schule der freien ritterlichen und adeligen Kunst des Fechtens

Via Vigilantis

Teil der Fencer’s Guild

1570
Ein junger Schwertkämpfer steht auf einem Turnierplatz. In seinen Händen liegt ein Langschwert. Die Schneide ist stumpf, der Stahl dennoch hart.
Ihm gegenüber betritt ein gewaltiger Mann den Platz, die breiten Brauen zu einem einzigen Strich zusammengezogen. Auch in seinen Händen liegt eine stählerne Klinge.

Der Unterschied könnte zwischen ihnen kaum größer sein. Und doch betrachten sie einander aufmerksam, denn sie beide wissen:

Im Schwertkampf siegt selten der Stärkere. Sondern der, der Distanz, Timing und Technikbeherrscht.

https://wiktenauer.com/wiki/File:Meyer_1570_Sword_B.png

Präzision, Funktion, Wissen.

Genau solche Begegnungen fanden im 16. Jahrhundert auf den Fechtschulen statt. Dort wurden ohne moderne Schutzausrüstung und ohne Choreografie mit Schwert, Stange, Rapier, Dolch und auch unbewaffnet Turniere gefochten. Aus dem Kriegsfechten hervorgegangen, blieb das Ziel dasselbe: sich behaupten und Treffer setzen. Doch ein guter Fechter zeichnete sich nicht allein durch Kraft aus, sondern durch Präzision, Kontrolle und technische Kunstfertigkeit.

Genau darin liegt bis heute die Faszination des historischen Fechtens. Nicht rohe Kraft entscheidet, sondern die Fähigkeit, den eigenen Körper, die Waffe und den Moment zu kontrollieren. Es fordert Konzentration, Koordination und die Bereitschaft, sich stetig weiterzuentwickeln.

Bei Via Vigilantis trainieren wir die Kampfkünste der europäischen Renaissance auf Grundlage historischer Quellen. Wir rekonstruieren ihre Techniken und Prinzipien, erproben sie im freien Fechten und vermitteln sie in einem sicheren, strukturierten Training.

Unser Ziel ist es, historisches Fechten als lebendige Kampfkunst erfahrbar zu machen – mit Präzision, Neugier und Respekt vor einem europäischen Kulturerbe, das weit mehr ist als der Umgang mit einer Waffe.

https://www.metmuseum.org/art/collection/search/27568

Theresa Kammerhofer

Seit nunmehr 7 Jahren trainiere und praktiziere ich das Bloßfechten im Rahmen der Guildam Gladiatorum Sankti Michaelis. Geprüft als Gesellin und Instruktorin liegt es mir am Herzen das Wissen um diese wunderschöne Kunst und den Weg der ritterlichen Künste weiterzugeben.

Arthur Niedzwiecki

Ich führe das Schwert seit 2022 und habe mit dem Bloßfechten endlich meinen Sport gefunden. 'Slow is Smooth and Smooth is Fast', dieses Matra lässt mich immer wieder einen Gang runter zu schalten. Die Kunst des Fechtens hat mich Demut gelehrt, Geduld, Kontrolle, und dass es beim Fechten um viel mehr geht als Schnelligkeit.

Häufig gestellte Fragen